Kastrationschip beim Rüden

Posted by Nadja | Posted in Hunde | Posted on 09-01-2011-05-2008

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Viele Hundebesitzer haben leider das Problem mit ihrem unkastrierten Rüden, dass dieser häufig aggressiv gegenüber anderer Rivalen ist und so auch oft Beissereien entstehen können. Aber nicht nur das ist ein Problem, auch das Ausreißen um zu den läufigen Hündinnen zu gelangen kann eine Plage für den Besitzer sein.
Doch viele Hundebesitzer sind gegen eine Kastration ihres Rüden, da sie Bedenken haben, dass das männliche Aussehen des Tieres verändert wird und somit nicht mehr rüdenhaft erscheint. Natürlich ist ein Faktor gegen die Kastration die Vollnarkose die man für eine Operation benötigt.
Daher entwickelte die Veterinärmedizin die “chemische Kastration”, Suprelorin, um dem Tierbesitzer einiges zu ersparen.

  1. Die Vollnarkose
  2. Die Nachsorge nach der Operation (Halskragen, Body, Wundversorgung)
  3. Hohe Kosten der Operation

Zusätzlich bleibt das maskuline Aussehen erhalten.

Was ist die chemische Kastration?

Die chemische Kastration besteht aus einem kleinen Chip (vergleichbar mit dem Regestrierungschip) und wird zwischen den Schulterblättern unter die Haut plaziert.
Der GnRH-Agonist = der Gegenspieler zum männlichen Geschlechtshormon (Testosteron), der in dem Chip enthalten ist, wandert in die Hypophyse und schaltet somit den “Hebel” des Rüdens auf kastriert um.
Die Wirkung des Hormones tritt nach 4-6 Wochen ein. Der Geschlechtstrieb lässt nach, die Samenproduktion wird gemindert und die Funktion der Fortpflanzungsorgane werden herabgesetzt.
Ebenso nimmt die Größe der Hoden ab.
Eine Verhaltensänderung des Tieres aufgrund des Chips ist bei dieser Methode nicht gegeben.
Die Wirkung des Chips hält bis zu 6 Monaten und kann man bei Bedarf wiederholt werden.

Kostenpunkt einer chemischen Kastration

Die Kosten für solch eine Kastration ist bei jedem Tierarzt unterschiedlich. Der Chip selbst kostet jedoch ca. 50 € (Preis geschätzt) plus die jeweiligen Kosten, die für den Eingriff entstehen.
Auf den ersten Blick ist diese Möglichkeit der Kastration im Vergleich zu einer Operation billiger aber rechnet sich das in ein paar Jahren immernoch?
Erkunden Sie sich bei Ihrem Tierarzt.

Meine eigene Meinung

Die Möglichkeit durch einen Chip einen Rüden zu kastrieren finde ich generell nicht unnützlich. Wie erwähnt spart man sich eine Vollnarkose und auf den ersten Blick Geld. Doch möchte man seinem Tier alle halbe Jahre eine “Hormonspritze” antun? Wäre eine richtige Kastration, bei der man einmal eine Woche aufpassen muss, damit das Tier an der Wunde nicht schleckt, nicht sinnvoller und einfacher?
Natürlich hat dieser Chip so gut wie keine Nebenwirkungen, aber kastriert man seinen Rüden in jungen Jahren ist das Narkoserisiko lange nicht so hoch wie bei einem Tier des älteren Jahrgangs.
Deshalb tendiere ich eher zu einer Operation wobei auch dieser Chip eine sinnvolle Alternative sein kann.

Bilderquellen:
Suprelorin

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